Die Vinothek liegt nicht direkt am See, sondern eine Querstraße hinter der Achlaite — und genau das ist gut. Vier Holztische drinnen, eine Theke aus alter Eiche, hinter dem Tresen drei Wände voll Flaschen, geordnet nach Anbaugebiet nicht nach Punkten.
Karte umfasst rund 40 Naturweine, davon 10 offen — Schwerpunkt Österreich, daneben Friaul, Slowenien, Georgien. Ich hatte einen Roten Veltliner aus dem Burgenland, leicht trüb, im Glas Apfel und Heu, am Gaumen eine erstaunliche Säurespannung. Die Inhaberin hat zwei andere zur Wahl gestellt und kurz erklärt warum sie diesen zu meinem Käse-Wunsch empfahl — nicht von oben herab, sondern wie ein guter Freund der's halt zufällig weiß.
Die Käseplatte hatte vier Vorarlberger Sennereien drauf, dazu Walnüsse, Birnensenf, etwas Honig. Brot war frisch, knusprig, vom selben Bäcker wie ein paar Häuser weiter.
Was zieht: 16 € fürs Glas + Käse ist Bregenzer Innenstadt-Preis. Wer eine Halbe will, sitzt am falschen Platz.