Demo — Café Domplatz.
Fiktive Demo-Review. Klassisches Kaffeehaus-Setting mit Marmortischen, Zeitungsständer und Kellner im Gilet — die Atmosphäre macht's. Kaffee solide aber nicht aufregend, Sachertorte tagesfrisch. Service hat Tage.
Fiktive Demo-Review. Klassisches Kaffeehaus-Setting mit Marmortischen, Zeitungsständer und Kellner im Gilet — die Atmosphäre macht's. Kaffee solide aber nicht aufregend, Sachertorte tagesfrisch. Service hat Tage.
Das Café Domplatz ist eines dieser Häuser die seit über hundert Jahren am gleichen Eck stehen und sich nie groß verändert haben. Hohe Decken, dunkler Holzboden, Marmortische mit dem Eisengestänge das man heute nicht mehr nachbaut, an der Wand vergilbte Stiche vom Domplatz anno 1890.
Der Verlängerte kam in der Tasse mit kleinem Wasserglas obendrauf — wie's hingehört. Schaum war ordentlich, der Kaffee selber ein bisschen flach, vermutlich italienische Standard-Mischung, keine Specialty-Höhenflüge. Reicht aber für den Zweck.
Die Sachertorte ist hausgemacht, das schmeckt man am Marillen-Konfitüre-Verhältnis (mehr als üblich) und am Schokoglanz der nicht spiegelnd-perfekt ist sondern leicht matt. Dazu Schlagobers, ungesüßt, korrekte Wahl.
Was zieht: der Kellner an meinem Tag hatte offensichtlich keinen guten — etwas brüsk, nicht direkt unfreundlich aber auch nicht warm. Beim Nachbartisch lief's wärmer, also vielleicht Tageskorrelation. Würde ich wiederkommen für die Atmosphäre allein.